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Powerelemente Einpresstechnologie

Bei der Einpresstechnik wird ein Pin in eine durchkontaktierte Leiterplattenbohrung eingepresst.
Durch hohe Reibung entsteht eine gasdichte, kaltverschweißte Verbindung mit sehr geringem
Übergangswiderstand und hoher mechanischer Festigkeit.
Die benötigten Durchkontaktierungen entsprechen denen der THT-Technik, sodass keine
Änderungen im Leiterplattenprozess erforderlich sind.

 

Vorteile der Einpresstechnologie
• Gasdichte Verschweißung der Kontaktstelle
• Sehr hohe Strombelastung
• Sehr hohe Haltekräfte
• Höhere Langzeitzuverlässigkeit
• Keine thermische Belastung der Leiterplatte
• Mechanisch stabiler als Lötverbindungen
• Keine Probleme mit kalten Lötstellen
• Zweiseitige Bestückung problemlos möglich

 

 

Anwendungsbeispiele
• Anbindung von Verdrahtungen mit Kabelschuhen an Leiterplatten
• Board-to-Board-Verbindungen
• Befestigung von Lamellensicherungen
• Nutzung für rein mechanische Verbindungen
> Verbindung Leiterplatte und Gehäuse
> Verbindung von zwei Leiterplatten

 

Verarbeitung
• Powerelemente werden in die Leiterplatte eingepresst
• Mindestabstand der Einpressbohrung: 3 mm zu Bauteilen und Leiterplattenrand
• Kein Löten erforderlich -> Keine Temperaturbelastung der Leiterplatte
• Überwachung der Einpresskraft empfohlen
• Mithilfe der entsprechenden Einpresswerkzeuge können mehrere
Powerelemente gleichzeitig eingepresst werden -> kosteneffizient
• Die Leiterplatte muss während des Einpressvorgangs vollflächig gestützt werden
• Einpressvorgang gleichmäßig und in einem 90°-Winkel zur Leiterplatte ausüben
• Nach dem Einpressvorgang sollten die Pins ca. 0,2-0,5mm aus dem Bohrloch herausragen
• Empfohlener Abstand zwischen Leiterplatte und Pinsockel: ca. 0,1 mm
• Bei zweiteiligen Systemen: Grundelement zuerst einpressen

Zulässige Drehmomente
Um eine mechanische Zerstörung der Powerelemente zu verhindern, sind die maximal zulässigen Drehmomente zu
beachten! Diese weichen, werkstoffbedingt, von standardgemäß genutzten Befestigungsmaterial (Stahl) ab.


Mechanische Eigenschaften (Richtwerte):
• Werkstoff: CuZn39Pb3
• Scherfestigkeit: 350 N/mm²
• Zugfestigkeit: 480 N/mm²
• Streckgrenze: 340 N/mm²
• Dehnung: 20%
• E-Modul: 96 kN/mm²
• Torsionsmodul: 32 kN/mm² (Schubmodul)

 

* Basierend auf DIN EN 20898 T7 (Anziehmomente), Werte für Messing (MS 63)
** Ermittelte Werte (Drehmomente). Bei diesen mechanischen Belastungen tritt eine Zerstörung der Gewindestifte auf.
Die Bauteile dürfen keinesfalls über diesen Werten belastet werden.
*** Ermittelte Werte (Drehmomente). Bei diesen mechanischen Belastungen tritt eine Zerstörung der Einpresspins auf.
(ca. 1 Nm/Pin) Die Bauteile dürfen keinesfalls mit diesen Werten belastet werden.
Das max. zulässige Drehmoment ändert sich stark mit der Materialzusammensetzung (Legierungsbestandteile).
Weiterhin sind für die Praxis, Sicherheitszuschläge zu berücksichtigen.

 

 

 

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